Stadt Ingolstadt und Landkreis Eichstätt
Forstliche Gutachten 2018 zur Situation der Waldverjüngung

Verjüngungsinventur

Die Bayerische Forstverwaltung erstellt seit 1986 alle drei Jahre die Forstlichen Gutachten zur Situation der Waldverjüngung, kurz auch Vegetationsgutachten genannt.

Bevor die Forstlichen Gutachten erstellt werden, führen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bayerischen Forstverwaltung alle drei Jahre im Vorfeld der Drei-Jahres-Abschussplanung für Rehwild von Ende Februar bis Anfang Juni eine Inventur der Waldverjüngung durch. Dabei werden bayernweit über zwei Millionen junge Waldbäume untersucht, ob und wie stark diese durch Schalenwildverbiss (Rehwild, Rotwild, Gamswild und andere) beeinflusst sind.
Aus den Ergebnissen hat der Bereich Forsten für die 17 Hegegemeinschaften im Amtsgebiet Forstliche Gutachten zur Situation der Waldverjüngung erstellt. Sie sind für die Beteiligten an der Abschussplanung ein wichtiges Hilfsmittel, um für die kommende Planungsperiode von 2019 bis 2022 gesetzeskonforme Abschusspläne für das Schalenwild aufzustellen.

Die Bewahrung und Herstellung von standortgemäßen und möglichst naturnahen Wäldern unter Berücksichtigung des Grundsatzes „Wald vor Wild“ ist ein wichtiges forst- und jagdpolitisches Ziel in Bayern ( Art. 1 Abs. 2 Nr. 2 des Waldgesetzes für Bayern). Beeinträchtigungen einer ordnungsgemäßen forstwirtschaftlichen Nutzung durch das Wild sollen möglichst vermieden werden. Dazu soll die Bejagung insbesondere die natürliche Verjüngung der standortgemäßen Baumarten im Wesentlichen ohne Schutzmaßnahmen ermöglichen ( Art.1 Abs.2 Nr.3 des Bayerischen Jagdgesetzes).

Einen Überblick über die Ergebnisse gibt nachfolgende Tabelle:
Name Höhe > 20 cm
Anteil Nadelholz (%)
Höhe > 20 cm
Anteil Laubholz (%)
Höhe > 20 cm
LT Ndh Verbiss %
Höhe > 20 cm
LT Lbh Verbiss %
Höhe > 20 cm
O 1/3 NdhVerbiss %
Höhe > 20 cm
O 1/3 Lbh Verbiss %
LT-Verbiss
Bu
LT-Verbiss
Elbh
Zaun
in %
Ingolstadt 0,1 99,9 0 18,8 -100 28,7 18,1 25,8
Altmannstein 31,3 68,7 1,9 10,5 6,4 31,5 8,3 15,4 39
Pondorf 46,9 53,1 4,3 17,2 12,6 41 15 26 16
Beilngries-Süd 69,6 30,4 0,7 23,8 8,5 47,8 20,2 14,3 34
Kinding 27,3 72,7 4,4 8,2 16,9 27,5 8 3,9 14
Kipfenberg 42,1 57,9 3,7 6,6 17,3 25,1 5,5 7,9 13
Gungolding 21,1 78,9 3,5 6,1 13,4 22,1 5 11 16,6
Hofstetten 50,6 49,4 3,4 9 12,9 25,4 4,6 22,5 32,5
Eichstätt-Nord 42,1 57,9 1,5 8,5 17,8 31 2,9 25 23,5
Eichstätt-Süd 37,4 62,6 2,9 12,3 22,2 37,9 10,7 10,6 34,3
Titting 35,6 64,4 3,2 14,7 33 41,1 8,6 25,8 51
Stammham 31,9 68,1 7,2 24,8 31,6 62,2 25,2 23,6 19,3
Kösching 33,1 66,9 0,5 10,9 3,8 24,8 5,2 15,2 53
Pförring 38,3 61,7 10,5 33,4 28,4 49,5 3,3 37,1 13,3
Dollnstein 29,8 70,2 0,9 5 5,5 8,3 2,1 16,3 25,7
Schernfeld 38 62 0,3 5,1 2,8 10,2 4,7 12,5 30
Beilngries-Nord 18,8 81,2 1,8 9,6 4,3 23,9 8,3 12,3 35,5
Landkreis EI 35,1 64,9 3,1 12,3 14,9 30,4 7,5 19,9 29
Erläuterung der Abkürzungen:
HG - Hegegemeinschaft
Ndh = Nadelholz
Lbh = Laubholz
Bu = Buche
ELbh = Edellaubholz
Standard- und Zusatzauswertungen können am AELF Ingolstadt Bereich Forsten angefordert werden.

Ansprechpartner

Alois Hecker
AELF Ingolstadt
Residenzplatz 12
85072 Eichstätt
Telefon: 08421 6007-847
Fax: +49 8421 6007-854
E-Mail: poststelle@aelf-in.bayern.de

Weitere Informationen zu den Forstlichen Gutachten Bayern: