Erzeugung gestalten – Arten erhalten
Biodiversität im Landkreis Eichstätt und in der Stadt Ingolstadt

Wabenförmig angeordnete Bilder und Schriftzug "Produktion gestalten, Arten erhalten"

Biodiversität steht für die Vielfalt des Lebens auf unserer Erde. Im Ökosystem sind Mensch, Tier, Pflanze und Landschaft miteinander verwoben. Wer diese Vielfalt schützt, sorgt für eine intakte Umwelt, mehr Lebensraum für Insekten und damit auch für Lebensqualität und Wohlergehen aller.

Unser Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten unterstützt Landwirte, eine nachhaltige Bewirtschaftung umzusetzen. Förderprogramme werden stärker auf Biodiversität ausgerichtet, der Trend zur Regionalität wird gestärkt.

Aktuelles

Informationen und Führungen zur Biodiversität in der Agrarlandschaft
Baustellenfest am 22. September 2019 auf dem Gelände der Landesgartenschau 2020

Mehrjährige Blühmischung auf der Aktionsfläche „Inspiration Landwirtschaft“

Beim Baustellenfest zur Landesgartenschau am 22. September 2019 stellt das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ingolstadt Biodiversitäts-, Boden und Gewässerschutz vor. Es werden kurze Führungen und Informationen zu Blühflächen, aber auch zur Durchwachsenen Silphie und anderen interessanten Themen angeboten. Die Auswirkungen von Starkregen können am Regensimulator direkt beobachtet werden. Daneben gibt es für Kinder weitere Attraktionen von Erlebnisbäuerinnen wie Kuhmelken oder Getreidemahlen . Der Verein "Inspiration Landwirtschaft – Bauern auf der Landesgartenschau e.V." ist mit Maschinenvorführungen und Tieren präsent.
Beginn: 10.00 Uhr; Ort: Ingolstadt - zwischen WestPark und Audi Güterverkehrszentrum 

Rückblick

Nistkästen, Infostationen und Diskussionsrunde
Internationaler Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt in Schelldorf

Am 22. Mai 2019 tauschten sich Vertreter verschiedener Naturschutzverbände, Jäger, Imker und naturbegeisterte Bürger zusammen mit den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ingolstadt und Pfaffenhofen, dem Landschaftspflegeverband Eichstätt und dem Bayerischen Bauernverband an der Grundschule Schelldorf über das Thema Artenvielfalt aus. 

Umweltwissen für Schüler, Brutplätze für Vögel
Erste Aktion am Vormittag: das Aufhängen selbstgebauter Nistkästen der Schelldorfer Dritt- und Viertklässler am Schulgebäude. Sie bieten jetzt brütenden Mauerschwalben ein Zuhause. Josef Schnell vom AELF Ingolstadt dankte den Schülern und den Verantwortlichen der Nistkastenaktion, Lehrer Ludwig Presser und Norbert Krapmann vom Landschaftspflegeverband, für ihren großen Fleiß. Schulleiterin Silke Kleve erklärte, dass die Umwelterziehung an der Grundschule Schelldorf einen hohen Stellenwert einnehme, und freute sich über den weiteren Baustein, die neuen Nistkästen für Mauerschwalben. Man habe außerdem schon eine Blühwiese und eine abgegrenzte Bodenfläche für Wildbienen angelegt, die beide sehr gut angenommen würden.
Methoden für mehr Biodiversität
Danach ging es ab in die Natur: Heinz Zacherl vom AELF Ingolstadt und Dominik Fehringer, Wildlebensraumberater des AELF Pfaffenhofen, hatten vier Infostationen zur Rettung und Intensivierung der Artenvielfalt aufgebaut.
Streuobstwiese

Station 1: Streuobstwiese

Gewässerrandstreifen

2. Station: Gewässerschutz

Blühflächen

3. Station: Blühflächen

Lebensraum Hecke

4. Station: Lebensraum Hecke

Diskussionsrunde
Nach der Flurbegehung durch die Natur kehrten die Teilnehmer ins Gasthaus Jurahof in Biberg ein zur intensiven Diskussion über die Landwirtschaft versus Natur, Umwelt und Gesellschaft. Die Auflagen, die durch das neue Volksbegehren auf die Landwirtschaft zukämen, seien gerade für kleinere, flächenknappe Betriebe nur schwer zu erfüllen, der Unmut darüber wurde im Gespräch deutlich. Gefordert wurde, dass die Inhalte des Volksbegehrens transparenter kommuniziert werden müssten, da viel Unklarheit herrsche. Unverständnis äußerte die Runde, dass kaum außerlandwirtschaftliche Belange des Artenschutzes im kommenden Gesetz enthalten sind. Einig waren sich die Teilnehmer des Fachgesprächs, dass alle den Auftrag haben, die Arten zu schützen.

Qualifizierung zu erlebnisorientierten Angeboten in Schönfeld
Themenfeld Wiesen und Hecken erlebnisorientiert gestalten

Gruppe Frauen auf einem Wiesenweg mit HeckeZoombild vorhanden

Der Natur auf der Spur

20 Anbieter holten sich beim Thementag des AELF Ingolstadt im Mai 2019 in Schönfeld Ideen für erlebnisorientierte Gestaltung in diesem Bereich. Das Thema "Wiesen und Hecken" bietet viel Raum für Führungen und Lernprogramme: Energiekreisel aus Blütenblättern, Ameisen in der Becherlupe und Orden aus Klettlabkraut sind tolle Beispiele, wie Kinder und Erwachsene die Natur erleben können. Außerdem gab es Fachwissen rund um Wiesen und Hecken, Bodenleben, Kräutereinsatz in der Küche und zur Biodiversität. Die Teilnehmer testeten selbst Methoden für erlebnisorientierte Angebote und tauschten Erfahrungen aus. Hedwig Weikl und Claudia Eberl vom AELF Ingolstadt hatten die Qualifizierung organisiert und begleitet. Zu den Referenten zählten Brigitte Zinsmeister, Kräuterpädagogin, und Heinz Zacherl, AELF Ingolstadt.