Gut besuchter Praxistag
Gülle-Separierung am Ziegelhof in Eichstätt

Am Güllepraxistag im Mai 2019 wurden die Gülleseparierung und Ausbringtechniken auf dem Grünland des Milchviehbetriebes der Familie Brems vorgestellt und verglichen.

Die gut besuchte Veranstaltung führte das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Ingolstadt zusammen mit dem Maschinenring Eichstätt e.V. und der Arbeitsgemeinschaft "Umweltfreundliche Gülleausbringung Eichstätt" durch.
Die Firma Stallkamp stellte ihr mobiles System der Gülleseparierung, also der Trennung von Fest- und Flüssigphase, vor. Die getrennte Festfraktion wurde anschließend in einer Bucht als Einstreu bzw. Unterlage getestet. Diese Verwendung wird in der Praxis immer wieder diskutiert, ist allerdings derzeit aus Hygienegründen rechtlich nicht zugelassen.
Jürgen Weichenmeierhält Mikrophon

Jürgen Weichenmeier, Stallkamp, erläutert Technik zur Gülleseparierung

Ausbringung mit verschiedenen Techniken
Die Flüssigphase, mit einem deutlich geringeren Trockensubstanzgehalt (Trockensubstanzgehalt: 5,6 %) als die Rohgülle (Trockensubstanzgehalt: 8,1 %), wurde anschließend mit verschiedenen Ausbringtechniken (Selbstfahrer, gezogene Fässer – siehe Bilder) und Verteilsystemen (bodennah - breitflächig) auf das anliegende Grünland durch die Güllegemeinschaft ausgebracht. Neben Schlitz- und Schleppschuhverteiler war auch ein Breitverteiler zum Vergleich eingesetzt. Die Varianten wurden im Anschluss beschildert, um Landwirten auch spätere Bewertungen zu ermöglichen.
Die Vorführung leiteten Roland Grienberger von der Güllegemeinschaft und Josef Schmidt als Landtechnikberater.

Der Praxisvorführung vorangestellt waren folgende Fachvorträge:

  • Gülleseparierung – macht das Sinn?
    Landtechnikberater Josef Schmidt
  • Pflanzenbauliche Vorteile der Gülleseparierung in Verbindung mit der Düngeverordnung
    Pflanzenbauexperte Heinz Zacherl
  • Techniküberblick der Firma Stallkamp zur Gülleseparierung