Hygienetipps für zuhause
Keime bitte draußen bleiben

Oberflächenreinigung

© Janina Schubert, KoHw

Endlich sind sie da - die lang ersehnten Lockerungen für unseren Alltag. Wir dürfen wieder aus dem Haus. Damit erhöht sich aber das Risiko, mit Krankheitserregern in Kontakt zu kommen. Wie stellen Sie sicher, dass Sie Keime von außen nicht in Ihr Zuhause tragen? Sabine Biberger vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) weiß, was zu tun ist. Sie unterrichtet das Fach "Haus- und Textilpraxis" an der Fachschule für Ernährung und Haushaltsführung:

"In den vergangenen Wochen haben wir gelernt, dass eine gute Händehygiene unerlässlich ist im Kampf gegen das Corona-Virus", fasst Biberger zusammen. Vor allem, wenn wir nach Hause kommen. Allerdings berühren wir auf dem Weg von der Haustüre bis zum Handwaschbecken so einiges.

Berührungspunkte bis zum Waschbecken nachvollziehen

Gründliches Reinigen kann eine Keimübertragung ausschließen. Gehen Sie doch mal in Gedanken den Weg von draußen bis zu Ihrem Waschbecken durch: Sie nehmen den Hausschlüssel in die Hand oder klingeln, öffnen die Wohnungstür mit dem Türgriff. Im Haus betätigen Sie den Lichtschalter im dunklen Flur, drücken die Türklinke zum Bad, drehen den Wasserhahn auf und drücken auf den Seifenspender. All diese Stellen könnten also in Kontakt mit einem Virus kommen und von da aus auf die Hände der Familienmitglieder gelangen.

"Achten Sie daher besonders darauf, diese Punkte regelmäßig zu reinigen,"
rät die Expertin.

Seife zerstört die Außenhülle der Viren
Vom Einsatz von Desinfektionsmitteln für diesen Zweck, rät Biberger im Normalfall eher ab. Sie gibt damit die Empfehlungen des Robert Koch Instituts für Privathaushalte weiter. Es reiche ein üblicher Allzweckreiniger vollkommen aus. Er enthält Seifen, sogenannte Tenside. Diese zerstören die Außenhülle der Keime und machen sie so für den Menschen unschädlich. Wischen Sie also regelmäßig alle betroffenen Flächen mit einer Reinigungslösung. Wenn Sie das Reinigungstuch vorher zweimal zum Quadrat falten, dann stehen Ihnen mehrere "frische" Tuchoberflächen zur Verfügung. Falls COVID-Erkrankte im häuslichen Umfeld versorgt werden, gelten die Empfehlungen zur Desinfektion des zuständigen Gesundheitsamtes.

Wichtig: Das Reinigungstuch nach der Verwendung zur Wäsche geben

  • Bis zum nächsten Waschgang die Wischtücher möglichst schnell und luftig trocknen - das verhindert eine Keimvermehrung im Tuch
  • Mikrofasertücher stets bei 60°C mit Vollwaschmittel waschen
  • Mikrofasertücher ohne Weichspüler waschen, um die gute Aufnahmefähigkeit von Verschmutzung zu erhalten
  • Im Wäschesack waschen

Ansprechpartnerin und stellvertretende Schulleiterin

Christine Schwarzmeier
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